Verlegeanleitung für Naturfaser-Teppichboden

Für das Verlegen von Naturfaser-Teppichböden gelten die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Bodenbeläge. Die Unterböden müssen entsprechend der VOB DIN 18365 vorbereitet sein.

Bitte beachten Sie, dass Naturfaser-Teppichboden bei Luftfeuchtigkeitsschwankungen seine Dimension verändert.
Aus diesem Grund ist es unbedingt erforderlich, dass die zu verlegende Ware vor dem genauen Zuschnitt mindestens 24 Stunden akklimatisiert. Bei Fußbodenheizungen muss der Boden normale Zimmertemperatur aufweisen und die Heizung nach Verlegung 24 Stunden ausgeschaltet bleiben. Aufgrund der positiven hygroskopischen Eigenschaft der Naturfasern sollten Sie die einzelnen Bahnen mit einem Zuschlag von ca. 2 % bemessen, damit bei eventuellen Schrumpfungen nach der Akklimatisationsphase keine zu kurzen Bahnen vorhanden sind.


Farbabweichungen bei Lieferungen aus verschiedenen Partien sind naturbedingt. Bitte beachten Sie dies beim Verlegen von Bahnen aus unterschiedlichen Partien. Sisal und vor allem Jute haben ein relativ geringes Wiedererholvermögen. Aus diesem Grund sollten Punktbelastungen, wie sie z.B. durch das Befahren mit Transportwagen, längeres Knien oder auch spitze Stuhlbeine entstehen können, möglichst vermieden werden. Druckstellen werden jedoch erfahrungsgemäß im Laufe der Zeit durch das regelmäßige Begehen weniger auffallen.

 

VERLEGEARTEN


 

1. Lose Verlegung

Grundsätzlich sollten alle Naturfaser-Teppichböden aus der DEKOWE-Kollektion vollflächig verklebt werden. Da viele Naturfasern bei Luftfeuchtigkeitsschwankungen ihre Dimension verändern können, ist eine lose Verlegung nicht zu empfehlen. Eine lose Verlegung erfolgt immer auf eigenes Risiko des Verlegers.
 

2. Fixierung

Klebstoffhersteller bieten für die verschiedenen Rückenkonstruktionen Fixierungen an, wobei die Fixierung unserer Naturfaserprodukte immer auf eigenes Risiko des Verlegers erfolgt.
 

3. Verspannen

Diese Verlegemethode bietet sich auch für einige Naturfaserprodukte aus unserem Lieferprogramm an. Welche Produkte sich für diese Verlegemethode eignen, ist pauschal nicht zu beantworten, so dass Sie sich bitte bei Bedarf mit unserem Verkaufsteam in Verbindung setzen sollten.
 

4. Vollflächiges Verkleben

Grundsätzlich sind die Klebstoffempfehlungen der Klebehersteller für die verschiedenen Rückenkonstruktionen zu beachten. Bitte setzten Sie sich bei gezielten Fragen mit den Anwendungstechnikern Ihres Klebstoffherstellers in Verbindung, die Ihnen mit Sicherheit alle Fragen zur Verklebung von Naturfaserbodenbelägen beantworten können.

Das Schneiden der Ware sollte bei größeren Objekten mit einem elektrischen Kreismesser erfolgen. Bei kleineren Objekten können Sie Zuschnitte problemlos mit einer großen Hakenklinge ausführen.

Weiterhin ist ein Zuschnitt mit der Trapezklinge z.B. unter Zuhilfenahme einer Schiene möglich. Bitte verwenden Sie ausschließlich scharfe Klingen und wechseln Sie diese regelmäßig (bei harten Kokosgarnen erfahrungsgemäß ca. alle 4 m).

Bei einer vollflächigen Verklebung müssen die Webkanten grundsätzlich abgeschnitten werden, da diese in der Regel nicht gleichmäßig sind. Außerdem ist es technisch leider nicht möglich, die Ware genau von Webkante zu Webkante mit einer Rückenausrüstung zu versehen.

Mit dem elektrischen Kreismesser kann das Schneiden in einem Doppelschnitt erfolgen (2 Bahnen werden übereinandergelegt).

Mit geschnittenen Bahnen sollte sehr sorgfältig umgegangen werden, damit sich die im Randbereich angeschnittenen Kettfäden nicht vom Schussfaden lösen. Wenn der gleichmäßige Kleberauftrag entsprechend erfolgt ist, werden die Bahnen in das noch nasse Klebstoffbett eingelegt.

Wichtig ist dabei, dass die Schnittkanten mit Kleber benetzt werden. Dieses können Sie mit einem sogenannten Katzenbuckel erreichen (Schnittkante wird leicht gewölbt und durch das Kleberbett geschoben), oder Sie ziehen aus dem Kleberbett mit dem Zahnspachtel etwas Kleber gegen die Schnittkante.

Auch mit einem kleinen Pinsel lässt sich ggf. etwas Kleber an die Schnittkante bringen. Vorsicht, dass bei diesem Arbeitsgang kein Kleber an die Oberseite kommt.

Anschließend muss der Belag mit einer Walze in das Kleberbett eingedrückt werden. Bitte beachten Sie, dass die Rückenkonstruktion COMBACK etwas schneller im Kleberbett anzieht, so dass Korrekturen der Bahnen umgehend vorgenommen werden müssen. Kopfnähte sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Wenn sich dieses allerdings nicht verhindern lässt (z.B. Säulen), muss diese Naht mit dem Kniespanner wieder zusammengeschoben werden.

Bitte benetzen Sie dann auch diese Schnittkante mit Kleber.

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